Klienteninformation, verfaßt von Mag. Johannes Meller
Ausgabe Nr. 23 vom Jänner 2006
Inhalt:
1. SV-Geringfügigkeitsgrenze 2006, SV-Höchstbeitragsgrundlage
2. Einkommen- und Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen ab 2006
3. Die häufigsten steuerlichen Fehler von Selbständigen und freien Dienstnehmern (exemplarische Aufzählung)
4. Aus dem Alltag
der Betriebsprüfer: Grüße vom Finanzamt:
Welche Wirkungen Kontrollmitteilungen haben
5. SVA-Krankenversicherungsbeitrag soll von derzeit 9,1% im Jahr 2007 auf 7,5% sinken
6. Per Telefax oder E-Mail als pdf-Datei übermittelte Rechnung bis 12/2006 zulässig
7. Kosten für Reise dürfen aufgeteilt werden (Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz)
8. Ordnungsgemäße Schlußrechung und negative Folgen eines Formmangels
1: SV-Geringfügigkeitsgrenze 2006, SV-Höchstbeitragsgrundlage 2006
Die Grenze, bis zu der eine geringfügige Beschäftigung möglich ist ("Geringfügigkeitsgrenze"), beträgt im Jahr 2006 monatlich € 333,16.
Die SV-Höchstbeitragsgrundlage 2006 beträgt € 52.500,--,
für Selbständige, Gewerbetreibende und freie Dienstnehmer 12x jährlich € 4.375,--,
für Angestellte 14x jährlich € 3.720,--.
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jährlich |
14x |
12x |
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2005 |
50.820 € |
3.630 € |
4.235 € |
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2006 |
52.500 € |
3.750 € |
4.375 € |
+ |
3,3% |
Die Pensionsversicherung für SVA-Versicherte steigt von 15% (Wert 2005) auf 15,25%
(Wert 2006). Bis 2015 wird der Prozentsatz jedes Jahr um weitere 0,25 Prozentpunkte steigen, so daß die Pensionsversicherung im Jahr 2015 17,25% betragen wird. Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie auch unter:
2: Einkommen- und Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen ab 2006: Verrechnungsweisung erforderlich
Die Finanzamts-Erlagscheine 2006, die Sie Ende Jänner 2006 für die
Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer-Vorauszahlung erhalten haben, unterscheiden
sich insofern von den Finanzamts-Erlagscheinen 2005, als unter Abgabenart E und
unter Zeitraum 01-03/06 vorgedruckt ist. Neu ist ab 2006, daß Sie die
Einkommen- und Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen mit Verrechnungsweisung
vornehmen müssen. Das bedeutet, daß Sie diesen vorgedruckten Erlagschein
verwenden müssen bzw. bei Tele-/ Internetbanking unter Verwendungszweck E
01-03/2006 eintragen müssen, damit das Finanzamt Ihre überweisung der richtigen
Abgabenart und dem richtigen Zeitraum zuordnen kann. Neu ist daran, daß bis
2005 die überweisung der Einkommen- und Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen mit
Verwendungszweck "Saldozahlung" ausreichend war, während dies ab 2006 zu wenig
detailliert und nicht mehr zulässig ist.
Ab 2006 ist weiters neu, daß "Benachrichtigung" statt "Buchungsmiteilung" als
überschrift auf dieser Finanzamtsvorschreibung steht und Sie Ihren aktuellen
Finanzamts-Kontostand oben im mittleren Textfeld ablesen können statt wie
gewohnt in der Zeile "neuer Kontostand"
Der Vorteil ist, daß Sie alle vier Teilbeträge der Vorauszahlungen im Textfeld
rechts oben ablesen können. Durch diese erhöhte Transparenz der einzelnen
Quartalszahlungen können Mißverständnisse bei einer unterjährigen Erhöhung oder
Verminderung der Vorauszahlungen vermieden werden.
Sie erhalten ab 2006 weiterhin quartalsweise derartige
Benachrichtigungen als Zahlungserinnerung für die Einkommen- bzw.
Körperschaftsteuer-Vorauszahlung vom Finanzamt zugesendet.
3. Die häufigsten steuerlichen Fehler von Selbständigen und freien Dienstnehmern (exemplarische Aufzählung)
3.1. Fehler von freien Dienstnehmern
Der Dienstgeber eines freien Dienstnehmers schickt eine "Mitteilung gemäß § 109a EStG" an das Finanzamt, auf der das Honorar vor Abzug des Dienstnehmeranteils zur Sozialversicherung ausgewiesen ist, z.B. € 10.000, -- für das Jahr 2005.
Der SV-Dienstnehmeranteil beträgt 13,85%, das ergibt € 1.385,--.
Der freie Dienstnehmer hat € 8.615,-- ausbezahlt erhalten.
Zwei meiner Klienten haben zu einer Zeit, als sie noch keinen Steuerberater hatten, irrtümlicherweise eine Einkommensteuererklärung abgegeben mit Einkünften aus selbständiger Arbeit von € 10.000,--.
Richtig wären jedoch Einkünfte aus selbständiger Arbeit von € 8.615,-- gewesen!
Zusätzlich können noch pauschale Betriebsausgaben von 6% oder 12% der Betriebseinnahmen abgesetzt werden. Es ergeben sich dann Einkünfte aus selbständiger Arbeit von € 8.015,-- bzw. € 7.415,--, abhängig von der Art der Tätigkeit.
Zwei Klienten haben diesen Fehler gemacht und hatten vom Finanzamt bereits einen Steuerbescheid erhalten. Dieser Steuerbescheid war bereits älter als ein Monat und damit rechtskräftig. Diese Klienten haben mich im nachhinein um Rat gefragt. Ich habe für sie eine Wiederaufnahme des Verfahrens und damit eine signifikante Einkommensteuergutschrift und Rückzahlung durch das Finanzamt erreicht.
3.2. Fehler von Selbständigen
UMSATZSTEUER UND RECHNUNGEN
Umsatzsteuerrichtlinien
Randzahl 1548
Die Rechnung hat
eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung
einmalig vergeben werden, zu enthalten. Im Rahmen der fortlaufenden Nummer sind
auch Buchstaben zulässig, sofern das Erfordernis der fortlaufenden Bezeichnung
gewährleistet ist.
1549
Das Erfordernis der
Rechnungsnummer gilt sowohl für die Ausstellung von Rechnungen als auch für die
Ausstellung von Gutschriften. Die Rechnungsnummern können für Gutschriften auch
getrennt erteilt werden. Gutschriften benötigen keine fortlaufende Nummer beim
Empfänger der Gutschrift.
1550
In die fortlaufende Nummerierung können auch die Kleinbetragsrechnungen
einbezogen werden.
1551
Der Zeitpunkt des
Beginnes der laufenden Nummer kann frei gewählt werden, muß jedoch systematisch
sein (auch täglicher Nummernbeginn ist zulässig).
EINNAHMEN UND ENTNAHMEN
4. Aus dem Alltag der
Betriebsprüfer: Grüße vom Finanzamt:
Welche Wirkungen Kontrollmitteilungen haben
Quelle: SWK 32/2005, Seite 1237 (S 845)
Dr. Felix Blazina (Gruppenleiter der Großbetriebsprüfung Wien)
"Kontrollmitteilungen beruhen auf dem Prinzip, daß jeder Geschäftsfall bei den beteiligten Partnern in deren Büchern bzw. Aufzeichnungen spiegelbildlich seinen Niederschlag finden sollte. Was bei einem Steuerpflichtigen einen Aufwand (eine Betriebsausgabe) darstellt, müßte bei dem anderen ein Ertrag (eine Betriebseinnahme) sein und umgekehrt. Daher werden im Zuge von Betriebsprüfungen meist auch Informationen des geprüften Rechnungswesens (z.B. Ein- und Ausgangsrechnungen mit besonderer steuerlicher Bedeutung) zur Ausstellung von Kontrollmitteilungen verwendet. Das auf diese Weise erstellte Kontrollmaterial wird dem Steuerakt des liefernden bzw. leistenden oder abnehmenden bzw. empfangenden Unternehmens zugeleitet. Dr. Felix Blazina, Gruppenleiter der Großbetriebsprüfung Wien, beschreibt in einem Beitrag, der in der Rubrik "Aus dem Alltag der Betriebsprüfer" unter dem Titel "Grüße vom Finanzamt" in SWK-Heft 30/2005 erschienen ist, wie KMs in der Praxis gehandhabt werden.
Einige Zeitgenossen glauben, besonders schlau zu sein und mit gefinkelten Konstruktionen dem Fiskus ein Schnippchen schlagen zu können. Nicht selten gelingt das Vorhaben auch, doch aus heiterem Himmel kann sich das Blatt plötzlich zugunsten der Finanz wenden, wozu es beim "schlauen" Steuerpflichtigen nicht einmal einer Prüfung bedarf. Das Zaubermittel heißt KM. Das Wesen einer Kontrollmitteilung (KM) beruht auf dem Prinzip, daß jeder Geschäftsfall bei den beteiligten Partnern in deren Büchern bzw. Aufzeichnungen spiegelbildlich seinen Niederschlag finden sollte. Was bei einem Steuerpflichtigen einen Aufwand (eine Betriebsausgabe) darstellt, müßte bei dem anderen ein Ertrag (eine Betriebseinnahme) sein und umgekehrt. Daher werden im Zuge von Betriebsprüfungen meist auch Informationen des geprüften Rechnungswesens (z. B. Ein- und Ausgangsrechnungen mit besonderer steuerlicher Bedeutung) zur Ausstellung von Kontrollmitteilungen verwendet. Das auf diese Weise erstellte Kontrollmaterial wird dem Steuerakt des liefernden bzw. leistenden oder abnehmenden bzw. empfangenden Unternehmens zugeleitet. Soweit die Theorie, jetzt zur Praxis:
Bei einem Unternehmen, das u. a. Klimaanlagen repariert und installiert, hat eine Betriebsprüfung stattgefunden. Im Zuge dieser wurden stichprobenartig die getätigten Umsätze anhand der Arbeits- und Materialscheine betreffend die vorgenommenen Einbauten von Klimaanlagen kontrolliert. Bei dieser Arbeit fiel der Betriebsprüferin ein Kunde auf, der Klimageräte sowohl für seine Zahnarztpraxis als auch für seine private Döblinger Villa bestellt hatte. Die zwei unterschiedlichen Bauvorhaben gingen eindeutig aus den bei der geprüften Firma geführten Unterlagen (Kostenvoranschläge, Stundenlisten der Arbeiter, übernahmeprotokolle etc.) hervor. Bei der Abrechnung der Installationsarbeiten dürfte aber irgendwo ein Lapsus passiert sein: Es wurde nur eine Rechnung über den Einbau sämtlicher Klimaanlagen an die Praxis des Zahnarztes ausgestellt, ohne Rücksicht darauf, daß der überwiegende Teil der Kosten dem Einfamilienhaus des Abgabepflichtigen zuzuordnen war. Aufgrund der firmeninternen Unterlagen konnten die Kosten exakt getrennt sowie in einer entsprechenden KM verarbeitet werden, die dem Zahnarzt im Rahmen einer bei ihm durchgeführten Prüfung sicherlich noch Schmerzen bereiten wird.
Szenenwechsel. Ein Großhandelsunternehmen dachte sich für seine Topkunden eine Belohnung aus: Bei Erreichen einer bestimmten Umsatzgrenze durften es sich die Kunden aussuchen, ob sie eine Gutschrift erhalten oder gratis an einer vom Lieferanten veranstalteten 14-tägigen Reise in die Karibik teilnehmen wollten. Keine Frage, daß plötzlich fast alle Geschäftspartner von einem Reisefieber befallen worden sind. Die gesamten Aufwendungen für die Karibikreise haben natürlich im Rechnungswesen des Großhändlers aufwandsmäßig ihren Niederschlag gefunden, was wiederum zu diesbezüglich umfangreicheren Recherchen während einer Betriebsprüfung geführt hat, zumal Kosten von rund 1 Mio. Euro verbucht wurden. Für die rund 450 Teilnehmer mußten nämlich zwei Flugzeuge gechartert und eine gesamte Hotelanlage gebucht werden. Doch das geprüfte Großhandelsunternehmen konterte mit einer detaillierten Teilnehmerliste jener Kunden, die sich ihren Bonus in Form der Reise ablösen ließen. Auf der Liste fanden sich neben den Namen, Adressen und Telefonnummern der Teilnehmer auch die dazugehörigen Firmennamen.

Dies bedeutete für den Fiskus klassisches Kontrollmaterial. Denn ob alle Teilnehmer den finanziellen Wert der Reise als Betriebseinnahme bzw. als Vorteil aus dem Dienstverhältnis (bei angestellten Reiseteilnehmern) versteuert haben, wird eine Auswertung der ausgefertigten Kontrollmitteilungen ergeben. Möglicherweise hat die als Seminar titulierte Reise auch noch so manches privates Nachspiel: Dem Vernehmen nach sollen nicht immer die Ehepartner mitgereist sein.
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5. SVA-Krankenversicherungsbeitrag soll von derzeit 9,1% im Jahr 2007 auf 7,5% sinken
Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) der gewerblichen Wirtschaft
wird mit der SVA der Bauern ab 2007 zusammengelegt. Das bringt für alle bei der
SVA der gewerblichen Wirtschaft Krankenversicherten den Vorteil, daß die
Krankenversicherung
von derzeit 9,1% ab 2007 auf 7,5% sinkt.
Erzielt wird diese Beitragsreduktion durch Einsparungen in der Verwaltung ("Synergieeffekte") und durch Honorarverhandlungen mit den ärzten.
(Quelle: ö1 Morgenjournal vom 10.1.2006)
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6. Per Telefax oder E-Mail als pdf-Datei übermittelte Rechnung bis Ende 2006 zulässig
Umsatzsteuerrichtlinien Randzahl 1564
"Auch bei Rechnungen, die per Telefax oder E-Mail übermittelt werden, handelt es sich um
elektronisch übermittelte Rechnungen. Elektronisch übermittelte Rechnungen gelten nur als
Rechnungen, wenn sie mit einer fortgeschrittenen Signatur versehen sind oder im Rahmen
des EDI-Verfahrens übermittelt werden. Bis zum Ende des Jahres 2005 können Rechnungen weiterhin mittels Fernkopierer (Telefax) übermittelt werden."
Da zahlreiche Unternehmen die technischen Anpassungen noch nicht durchführen konnten, wurde diese Frist bis 31.12.2006 verlängert. Daher können Rechnungen noch bis zum Jahresende 2006 mittels Telefax oder E-Mail übermittelt werden, ohne daß der Vorsteuerabzug verloren geht.
7. Kosten für Reise dürfen aufgeteilt werden (Urteil des Finanzgerichts
Rheinland-Pfalz)
"Auch Steuerberater dürfen
Steuern sparen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Finanzgerichts
Rheinland-Pfalz, gegen das die Finanzverwaltung allerdings Revision eingelegt
hat. In dem Streitfall hatte ein Steuerberater einen Mandanten - den
Geschäftsführer eines Unternehmens aus der Edelsteinbranche - auf eine
Geschäftsreise nach Hongkong und Bangkok begleitet und ihn bei Verhandlungen
beraten. Weil die Reise zum Jahreswechsel stattfand, zu touristisch attraktiven
Zielen führte und die miteinander befreundeten Ehefrauen dabei waren, wollte
das Finanzamt auch die auf den Steuerberater entfallenden Kosten für Flug und Hotel
nicht als Betriebsausgaben der Kanzlei anerkennen. Dem widersprachen jedoch die
Finanzrichter. Nach ihrem Entscheid sind die Kosten schätzungsweise in dem
zeitlichen Verhältnis aufzuteilen, in dem die Tage durch Gespräche mit
Geschäftsfreunden ausgefüllt waren oder zur freien Verfügung standen (Az.: 5 K
1575/01)."
FRANKFURT,
27. Januar. (c)
F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main, Ausgabe vom 28.1.2006
8. Ordnungsgemäße Schlußrechung und negative Folgen eines Formmangels
"Umsatzsteuerrichtlinien
Randzahl 1526
Unterbleibt in der Endrechnung die Absetzung der vereinnahmten Teilentgelte und der
darauf entfallenden Steuerbeträge, schuldet der Unternehmer diese Beträge nach
§ 11 Abs. 12 UStG 1994 auf Grund der Rechnung. Die Steuerschuld besteht bis zum
Zeitpunkt der Berichtigung der Endrechnung (ex nunc-Wirkung der Rechnungsberichtigung).
Bei Unterlassung der geforderten Absetzung der vereinnahmten Teilentgelte und der darauf
entfallenden Steuerbeträge in der Schlußrechnung ist eine Vorsteuerabzugsberechtigung
hinsichtlich des gesamten ausgewiesenen Umsatzsteuerbetrages (bestehend aus den bereits
geltend gemachten Steuerbeträgen aus den entrichteten Voraus- oder Anzahlungen und dem
restlichen Mehrwertsteuerbetrag) wegen offensichtlicher Unrichtigkeit (siehe auch Rz 1825)
nicht gegeben.
Die Ausstellung einer Endrechnung kann entfallen, wenn das gesamte Entgelt und der
hierauf entfallende Steuerbetrag durch die bereits ausgehändigten Voraus- oder
Anzahlungsrechnungen abgedeckt sind und die Beträge vor Leistungserbringung
vereinnahmt wurden. Nach Leistungserbringung ist begrifflich eine Anzahlung nicht mehr
möglich. Für Beträge nach Leistungserbringung ist für Zwecke des Vorsteuerabzuges eine
Schluß- oder Restrechnung erforderlich.
1525
Wird über die bereits tatsächlich erbrachte Leistung insgesamt abgerechnet
("Endrechnung"), so sind in ihr die vor Ausführung der Leistung vereinnahmten Teilentgelte
und die auf sie entfallenden Steuerbeträge abzusetzen, wenn über diese Teilentgelte Voraus-
oder Anzahlungsrechnungen mit gesondertem Steuerausweis erteilt worden sind
(§ 11 Abs. 1 vierter Satz UStG 1994). Der Vorschrift ist entsprochen, wenn die einzelnen
vereinnahmten Teilentgelte mit den jeweils darauf entfallenden Steuerbeträgen in der
Endrechnung abgesetzt werden. Es genügt aber auch, wenn der Gesamtbetrag der
vorausgezahlten Teilentgelte und die hierauf entfallenden Steuerbeträge in einer Summe
abgesetzt werden."


